Karneval und die Armen
Karitative Elemente
Wohltätigkeit und Karneval ist historisch belegt. Bereits zu Beginn des organisierten Karnevals im Rheinland ( 1823 bis 1825 ) wurde an die Bedürftigen gedacht und von den Karnevalisten gespendet. Einige Beispiele aus Düsseldorf:

"Im Jahre 1845, als wegen großer Teuerung viele arbeitslose Menschen hungern mußten, versorgte der Allgemeine Verein der Carnevalsfreunde die Stadtarmen von Januar bis Mitte März mit Brod und Brennmaterial. Als im Februar das Uebel durch Wasserflut noch vermehrt wurde, brachten die Carnevalsfreunde durch freiwillige Gaben in einem Tage 500 Thaler zusammen, welche das erste Elend abwendeten, und bauten einem Beschädigten seine umgestürzte Wohnung neu auf. Im folgenden Jahre wurden die Brod- und anderen Spenden fortgesetzt. Auch wurde stets in jeder Jahreszeit dem plötzlichen Elende durch Gaben der Carnevalsfreunde abgeholfen."In der heutigen Zeit sammelt das Düsseldorfer Prinzenpaar jeweils für einen anderen wohltätigen Zweck. 2003 war es beispielsweise die Armenküche in der Düsseldorfer Altstadt. Üblicherweise spenden die Vereine auf ihren Veranstaltungen und übergeben das Geld dem Prinzenpaar. Aber auch die Sponsoren spenden nicht nur für den Rosenmontagszug, sondern auch für den wohltätigen Zweck. So kommt immer eine erkleckkliche Summe zustande. |
1854 wird berichtet, dass "viele Tausende Thaler durch die Carnevalsgesellschaften in die Kasse der Armen" fließen würden. |