Ehrenurkunde von 1846

Die Urkunde mit Zensurvermerken 

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts machte sich der AVDK zum Sprachrohr liberaler Einstellungen. Zu einer Zeit, als Düsseldorf von Preussen regiert wurde. Er ernannte Ehrenmitglieder und stellte hierüber ein Diplom in Form einer Urkunde aus. Dahinter muß ein starkes Selbstbewußtsein in einer undemokratischen Zeit und ein nach Meinungsfreiheit und Mitbestimmungsrecht strebendes Bürgertum gesehen werden.
Ab 1840 arbeiteten unter anderem die Düsseldorfer Künstler verstärkt im Karneval mit, so daß die Urkunden zur Ernennung von Ehrenmitgliedern kunstvoll gestaltet und verziert waren.
Der Text der Diplome handelte vom Sinn des Karnevals.

„[...] unser Carneval soll so bunt sein, wie das Leben selbst, er soll alle Stände, alle Classen unter der Kappe vereinigen und einen Reichthum, eine Fülle der Ideen, ein geistiges Leben entwickeln, dessen sich alle freuen sollen, die nur etwas Phantasie besitzen und – Verstand.“

Auf diese Weise wurde unter anderem auch Ernst Moritz Arndt zum Ehrenmitglied ernannt.

 

Gruss aus Düsseldorf

Die Postkarte 

Vom Carnevalsanfang sendet Euch die besten Grüße.....

So lautet der handgeschriebene Text auf der Karte, die 1897 nach Hameln an der Weser verschickt wurde.

Links oben der Kopf von Präsident Herchenbach, dem damaligen Präsidenten des AVDK.

 

Postkarte von 1897

Dies ist eine Postkarte, die im Jahre 1899 nach Belgien verschickt worden ist.
Der Besucher einer Sitzung des AVDK sendet die besten Grüsse.

 

Halt de Mul on stronz nit so!

Ein Plakat von 1901 

Ist das eine freundliche Aufforderung!
Ein Karnevalsmarsch - extra komponiert und getextet für den Präsidenten des AVDK

 

Zugprogramm 1899

Das Deckblatt des Heftes 

Düsseldorfer Carneval 1899: Das offizielle Zugprogramm. Von Künstlern gestaltet wurde diese Heft damals zum Preis von 50 Pfennig herausgegeben. Es zeigt auf den inneren Seiten die einzelnen Wagenentwürfe. Darin enthalten waren 4 Postkarten, die der Besucher der Stadt Düsseldorf an seine Lieben zu Hause schicken konnte.
Heute nimmt man das Handy, ruft seine Freunde an und fragt: rate mal, wo ich bin?
Ob es deshalb ein derartiges Programm nicht mehr gibt?

 

Damensitzung

Das Liederheft 

Nicht nur die Herren feierten annodazumal den Karneval.
In dem Liederheft, das sich im Archiv des AVDK befindet, kann man sich an tollen Texten erfreuen.

"Zur Tonhall`geht Karline
mit Max so gerne hin,
verklärt wird ihre Miene
kommt in den Saal sie ´rin.
Sieht sie die bunten Mützen
der Narren froher Chor,
gleich möchte sie ihn bützen
beißt heimlich ihn ins Ohr."

Autor: Arthur Janssen, der 1903 Präsident des AVDK wurde.

 

Karneval 1949

Titelblatt des Wochenspiegels 

Der Düsseldorfer Wochenspiegel, ein Blatt mit Kultur. Offiziell im Februar des Jahres 1949 von der Landeshauptstadt Düsseldorf herausgegeben. Der Karneval steht auf dem Titelblatt. Kein Wunder, wenn man an diese Zeit zurückdenkt. Jeder konnte damals eine Ablenkung vom grauen Alltag gut gebrauchen.

 

Unser Ehrenpräsident

Drei Präsidenten 

Nach über 11-jähriger Amtszeit als aktiver Präsident des AVDK und seinem Ausscheiden aus dem Elferrat ist Peter Schedler auf dem Senatorenball des AVDK am 17.1.2003 zum Ehrenpräsident ernannt worden.
Er ist in der Geschichte des AVDK erst der dritte Präsident, dem diese Ehre für seine Verdienste um den Karneval und den AVDK zuerkannt worden ist.
Beide Vorgänger, Peter Bove´- Präsident von 1939 bis 1953 - und Jak Neeten - Präsident von 1959 bis 1979 - sind leider bereits im Karnevalshimmel.

Das Foto:
Der neue Präsident Stefan Kleinehr - Prinz des Jahres 2002 - übergibt Peter Schedler die Urkunde als Ehrenpräsident. Im Hintergrund Günther Pagalies, Präsident des Comitee Düsseldorfer Karneval, der in seiner Laudatio die Verdienste von Peter Schedler in seiner aktiven Zeit als Präsident für den AVDK und den Düsseldorfer Karneval hervorhob. Stehende Ovationen anschließend vom Publikum für Peter Schedler, der sichtlich gerührt war.

 

Neckisches Spiel

Kölner Orden von 1975 

Da hat doch seinerzeit im Jahre 1975 die Kölner Karnevalsgesellschaft Blau-Weiss von 1956 einen Orden mit dem Text "Üch fange mer och noch!" herausgebracht. Eine Umsetzung des damaligen Köner Mottos "Seid umschlungen Millionen". Eine dicke fette Colonia versucht mit Hilfe eines Keschers unseren Düsseldorfer Schloßturm, die Lambertuskirche und einen Topf mit "Senf" zu fangen! Und der Kölner Dom grinst dabei!

Das konnte ja nicht klappen. Wenn die Kölner noch nicht einmal wissen, daß der Düsseldorfer Senf "Mostert" heißt. Und außerdem, ist die häßliche dicke Colonia auf dem Orden eine der berühmten Kölner Jungfrauen? Dann wundert uns in Düsseldorf nichts mehr!

 

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Kölner Büttenredner beim AVDK

Ende des 19. Jahrhunderts zogen erstmals Büttenredner durch die Säle, die von den Gesellschaften für ihren Auftritt Geld verlangten. Besonders gute und beliebte Redner traten auch auswärts auf. So David Boom aus Köln, der als Graf von und zu Dattenberg in die Bütt stieg, große Erfolge feierte und wohl deswegen in den Jahren 1886 und 1890 beim AVDK in Düsseldorf zu erleben war.

Nichts Neues also, daß "Kölner" Büttenredner in den Sitzungen des AVDK das Publikum begeistern.

 

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